Nachhaltigkeit

Die Auseinandersetzung mit Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) birgt in der Frühpädagogik besonders große Chancen: Das Kind lernt spielerisch und fast beiläufig Grundwerte und Fähigkeiten für einen verantwortungsbewussten Umgang mit unseren zur Verfügung stehenden Ressourcen. Es erlebt, dass sein Tun direkte Auswirkungen auf andere Menschen und seine Lebenswelt hat. Diese bewusste Auseinandersetzung ist der Ausgangspunkt von Bildung für nachhaltige Entwicklung, die darauf abzielt, Menschen zu befähigen, verantwortlich zu denken und  zu handeln, eigene Routinen zu hinterfragen und nach Alternativen zu suchen. Schlüsselfähigkeiten wie Kooperationsfähigkeit, Partizipation und Selbstorganisation sind dabei Kompetenzen, deren Entwicklung angeregt werden.

Seit Anfang 2020 setzen wir uns verstärkt mit der Thematik auseinander. Wir möchten unserer Verantwortung gerecht werden, den Kindern von heute einen bewussten und wertschätzenden Umgang mit der Natur und unseren Ressourcen zu vermitteln. Der hauseigene Gemüseacker mit angrenzendem Komposthaufen bietet eine großartige Möglichkeit sich der Thematik „nachhaltig“ zu nähern.

Über den Gemüseacker hinaus möchten wir auch im sonstigen pädagogischen Alltag die Kinder zu einem sensiblen und nachhaltigen Umgang mit der Natur im Allgemeinen, Lebensmitteln aber auch Verbrauchsmaterialien anregen. Dazu werden Gespräche mit den Kindern initiiert, die zur Reflektion ihres Handelns und der aktuellen Lebenswelt, die sie umgibt, anregen. 

Elterninitiierte Acker-AG

Seit 2016 ackern die Kinder des FRÖBEL Kindergarten und Familienzentrum Wibbelstätz in Köln-Ostheim. Den großflächigen Acker zu bewirtschaften bedeutete für den Kindergarten neben wertvollen Bildungsmomenten, die sich für die Kinder ergaben, jedoch auch eine Herausforderung. Durch pädagogische Erzieher*innen-Kind-Aktivitäten konnte die Bewirtschaftung und Weiterentwicklung des Ackers nur mit viel Mühe sichergestellt werden. Gut, dass es engagierte Ostheimer*innen gibt, die sich zusammentaten, als sie von der Herausforderung des Kindergartens erfuhren. 

Rund 10 Ostheimer*innen sind es inzwischen, die mit großem Engagement Planen, Organisieren, mit Fach- und Erfahrungswissen unterstützen und vor allem tatkräftig mit anpacken!

Seit Gründung der elterninitiieren Wibbelstätz-Acker-AG hat sich der Acker erfreulicherweise kontinuierlich weiterentwickelt. Neben einer Einfassung des Ackers mit Naturhölzern und Hackschnitzeln und dem Pflanzen von Beerensträuchern, wurden zum Beispiel ein Komposthaufen und eine Benjesjecke angelegt. Den Ehrenamtler*innen kommt es dabei besonders auf einen intensiven Austausch mit den Mitarbeiter*innen des Kindergartens an, um die Acker-Aktivitäten stets an den Bedürfnissen und Interessen der Kinder ausrichten zu können.