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Impressionen aus dem Rollenspielbereich

Rollenspiele beeinflussen die kindliche Entwicklung in vielerlei Hinsicht nachhaltig positiv. So ermöglicht das Rollenspiel Kindern in fiktiven Kontexten verschiedene Rollen auszuprobieren und somit neue Verhaltensweisen kennen zu lernen. Es werden Motorik und (Körper-) Sprache geschult, da die Kinder mit dem ganzen Körper spielen und sich ganzheitlich ins Geschehen einbringen. Durch das Nachspielen von Alltagssituationen werden Kinder an die Welt der Erwachsenen herangeführt und entwickeln ein Verständnis für die Welt der Erwachsenen und können deren Verhaltensweisen einüben. Dabei lernen sie spielerisch, sich in andere Menschen hineinzuversetzen und entdecken, wie man sich in verschiedenen Situationen fühlt. So schlüpft das Kind in unterschiedliche Rollen: Es ist mal Mutter oder Vater, Kinderarzt/Kinderärztin, Busfahrer/-in oder Polizist/-in. In Spielsituationen werden soziale Fähigkeiten erworben und erweitert, da das Kind lernt seine Gefühle zu erkennen und auch zu zeigen. So geht es im Rollenspiel darum, Gefühle zum Ausdruck zu bringen: Wenn beim imaginären Essen kochen die Suppe überkocht oder zu wenig Spielgeld vorhanden ist, um im Kaufladen zu bezahlen. Auf diese Weise lernen Kinder Rollenverteilungen und Regeln auszuhandeln, andere Ideen zu akzeptieren, aber auch eigene Ideen und Vorstellungen einzubringen und Kompromisse zu schließen. So wird das Selbstwertgefühl der Kinder gestärkt, da sie im Spiel erleben, dass sie Entscheidungen treffen und sich neues Wissen aneignen können, ohne unbedingt auf die Hilfe von Erwachsenen zurück zu greifen. Das Rollenspiel fördert nicht nur die Motorik, die sprachlichen Kompetenzen sowie die sozialen Fähigkeiten, sondern hilft dabei, Erlebnisse zu verarbeiten und Ängste abzubauen.